Dienstag, 15. April 2014

Da die Eltern...

...der Frau handwerklich recht begabt sind - immerhin haben sie den Rohbau ihres eigenen Hauses selbst errichtet - boten diese an, dem jungen Paar nach Zeit und Möglichkeit zu helfen. Darüber freuten die sich natürlich sehr, denn Arbeit gab es in dem kleinen Häuschen zur Genüge.
Da das Haus mitsamt aller noch vorhandener Einrichtungsgegenstände gekauft wurde, standen in vielen Zimmern noch alte Schränke, Nachttische, Kommoden und Garderoben. Und da diese so langsam bei den Sanierungsarbeiten störten und vom Design her auch nicht dem entspachen, was Mann und Frau gefällt, musste das Alles also weg.
Bewaffnet mit Schraubenziehern, Stichsäge, Hammer und roher Gewallt schritten die Eltern also zur Tat über.

Hier einmal die Möbel im Vorher-Zustand:

1. Kommode im Esszimmer   2. Kommode im Esszimmer   3. Spiegelschrank im Schlafzimmer


1. WohnzimmerSchrank   2. Küchenschrank   3. Kleiderschrank im Schlafzimmer

Das Demontieren war dann auch gar nicht so einfach, da viele Schränke recht massiv und verwinkelt gebaut waren (z.B. der Wohnzimmerschrank) und einige sogar an allen Verbindungsstellen geklebt (der Küchenschrank war echt ne Zicke). Aber genauso kamen auch ein paar Überraschungen zu Tage. So besaß der Wohnzimmerschrank z.B. in der Schublade unten rechts einen Plattenspieler mit Radio. Die Lautsprecher waren in der Zeile unter den oberen Schrankfächern verbaut und es funktionierte sogar noch alles - bevor es dann auseinander gebaut wurde. Und in einem der Nachttische im Schlafzimmer lag noch eine alte Familien-Bibel vom Anfang des letzten Jahrhunderts. Zwar ist das gute Stück schon etwas mitgenommen, aber wenn der Vorbesitzer kein Interesse daran hat, erhält diese einen Ehrenplatz, wenn die Umbauarbeiten abgeschlossen sind.

Nachdem die Eltern der Frau mit den Möbeln kurzen Prozess gemacht hatten, durften sie sich im Wohn-, Schlafzimmer und der Küche an die Tapete machen. Diese saß an vielen Stellen schon locker oder es wurde damals einfach um die Schränke herum tapeziert. Nachvollziehbar ist das ja, denn die Schränke konnten nach dem Zusammenbau einfach nicht mehr bewegt werden. Zum Drübertapezieren ist das aber eher nachteilig, da jede Kante unter der neuen Tapete zu sehen wäre.
Da aber durch die (teilweise 5 Schichten alte Tapete) nicht zu sehen war, ob sich darunter Zement- oder Lehmputz befand, wurde erstmal so viel wie möglich trocken von den Wänden gezogen. Die Tapete auf dem Zementputz durfte dann angefeuchtet werden, damit sie leichter von der Wand kommt. Bei Lehmputz musste aber alles trocken bleiben, da der so viel Feuchtigkeit nicht verträgt. Das war teilweise eine fiese Fummelei, aber die Eltern haben nicht aufgegeben.

Küchenwand mit viel abgebröckeltem Putz
Küchenwand ohne abgebröckeltem Putz


Schlafzimmerdecke mit abgebröckeltem Putz

Leider gab es dann aber noch eine böse Überraschung: An einigen Stellen kam der darunterliegende Putz gleich mit von der Wand und an einer Stelle des Wohnzimmers war die Wand darunter nass!
Sofort wurde das junge Paar verständigt, das bis dahin in einem anderen Teil des Häuschens schuftete und alle standen ratlos und mit leichter Panik vor der nassen Wand.

Woher kam nur das Wasser?



P.S.: (dieses P.S. bezieht sich auf den vorhergegangen Eintrag und dient dazu, auf eure Kommtare einzugehen ;) )

@QueenofDark:
Ja, das ist eine üble Plackerei. Und die Idee mit den Einbauschränken ist super, in der Richtung sind wir auch am Überlegen, den Platz zu nutzen. Stauraum kann man ja nie genug haben =)

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