Freitag, 25. April 2014

Kommen wir zurück auf...

...das Problem mit dem Wasser. Der Schock darüber saß tief und die Frau machte sich sofort große Sorgen - denn mit das Schlimmste, was man im Haus haben kann ist Wasser. Auf Dauer zefrisst das einfach alles, sogar Beton.
Nach Betrachtung der Wände und Verfolgung des Wasser viel auf, dass auch die Wände im Flur ca. 40cm hoch mit Wasser vollgesogen waren. Der Mann machte sich dann gleich daran, die feuchte Tapete von den Wänden zu ziehen. Dabei kam dann auch gleich der Putz mit, dem die Feuchtigkeit überhaupt nicht gut getan hatte.
Und dann fiel der Frau etwas Seltsames auf: Am Schornstein hatte die Tapete eine kreisrunde, feuchte Stelle. Sofort wurde Tapate und loser Putz entfernt und zu Tage kam ein Ofenrohr-Zugang, der (wie alle anderen Öffnungen) vor mind. 50 Jahren mit Mörtel zugekleistert wurde. Leider ist diese Füllung mit der Zeit ziemlich porös geworden und so konnte Feuchtigkeit aus dem Schornstein in die Wände austreten.

Übeltäter Schornstein

Nach genauer Begutachtung des Schornsteins viel dann auf, dass an allen Revisions-Öffnungen Wasser ausgetreten ist. So auch im Obergeschoss, wo beim Entfernen der Decke auch schon einiges an Taptete und Putz vom Schornstein viel:

Revi-Öffnungen Obergeschoss/Dachboden

Doch wo genau kam nun das Wasser in den Schornstein?
Nun war guter Rat nötig, aber zum Glück nicht teuer. Leicht panisch wurde der Zimmermanns-Bruder angerufen, ob er sich den Übeltäter mal anschauen könnte. Konnte er. Und nach einer Klettertour aufs Dach war klar, dass auch hier alles recht porös war und das Wasser bei Regen durch diverse Risse im Mauerwerk des Schronsteins eintreten konnte. Da sich das junge Paar aber nicht sicher war, ob der alte Schronstein erneuert oder ein ganz Neuer her musste, bekam er erstmal ein Mützchen, damit nicht noch mehr Wasser eindringen konnte.

Mülltüten und Panzertape FTW!

Zum Glück war der Schronstein schon lange stillgelegt, so dass nicht auch noch Scherereien mit der Heizung dazu kamen (die steht im Anbau und hat ihren eigenen Schornstein). Nach einem Telefonat mit dem hiesigen Schronsteinfeger war dann aber klar, dass das olle Ding raus muss - zu viele Öffnungen und Schäden, die sich nicht vernünftig hätten ausbessern lassen.
Wieder durfte der Zimmermanns-Bruder anrücken, denn weder Mann noch Frau trauten sich, auf dem Dach herumzuturnen. Außerdem durfte wieder ein neues Spielzeug gekauft werden:

Abbruchhammer

Doch bevor der Abbruch richtig beginnen konnte, musste zunächst das Dach rundherum abgedeckt werden, damit hier nichts kaputt gehen konnte. Danach wurde der Schronstein von oben nach unten abgetragen, bis im Erdgeschoss das Sandsteinfundament erreicht war.

abgedecktes Dach
abgetragener Schornstein im OG

Blick ins Erdgeschoss
Erdgeschoss in Progress

Fertig!
Das Dach wurde auch wieder geschlossen

Als das geschafft war, hat der Mann dann noch überall die Heizung aufgedreht, so dass die Wände auch gut trocknen konnten. Und seitdem hat auch kein Wasser mehr seinen Weg ins Haus gefunden.

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