Donnerstag, 22. Mai 2014

Da das kleine Häuschen...

...ja schon ein paar Jahre alt ist, müssen einige Stellen ab und an auch ausgebessert werden. Nachdem in dem Durchgangszimmer zum Balkon/Duschbad die ganzen Lehmsteine entfernt waren, hatte das junge Paar einen guten Blick von Innen auf die dortige Fassadenbekleidung. Diese besteht aus grauen Platten, die auf eine Unterkonstruktion aus Latten genagelt wurden. Die Stoßfugen wurden dann damals nur mit einem Bitumenband hinterlegt, das aber im Laufe der Jahre schon sehr bröselig geworden ist und so seiner eigentlich Aufgabe - Wasser draußen zu halten - nicht mehr nachkommen kann.
Also hat sich der Mann aufgemacht, die ganzen Bitumenstreifen zu entfernen, so gut es eben ging, und die Stoßfugen der Platten von Innen mit Silikon abzudichten. Mit einem kleinen Trick geht das auch sehr einfach. Dafür wird zuerst ein Glas mit Wasser und Spülmittel bereitgestellt. Dann muss das Silikon mit der Kartusche grob auf die Fuge aufgetragen werden. Zu guter Letzt taucht man einfach einen Finger in das Spüli-Wasser und kann so das Silikon in Form drücken und streichen ohne dass etwas am Finger kleben bleibt.

Fertig abgedichtete Fassadenplatten

Als der Mann damit fertig war, schnappte sich die Frau die Silikonkartusche und hat damit gleich noch die Balkontür bearbeitet. Auch hier waren die vor etlichen Jahren erstelleten Silikonfugen schon sehr marode und mussten erneuerst werden. Außerdem hat sie dann auch gleich noch die kleinen Risse zwischen aufgehender Wand und Balkonplatte mit abgedichtet - nicht dass unnötig Wasser in das Häuschen kommt.

abgedichtete Balkontür


Währenddessen hat sich der Mann mit der Ecke rechts neben der Balkontür beschäftigt. Hier treffen das Dach des Anbaus, in dem die Heizung steht, und die Außenwand des Durchgangs aufeinander. Das ergibt eine etwas kniffilige Situation mit der Dachrinne, die damals beim Bau eher suboptimal gelöst wurde - die Dachrinne ragt in die Außenwand hinein! Das konnte so natürlich nicht bleiben, denn es droht ständig, dass bei Regen das abfließende Wasser in die Wand dringt. Um das in Zukunft zu vermeiden hat der Mann also alles gut mit Bauschaum (extra für Außenbereiche) abgedeckt.

Innen
Außen

Nachdem der Schaum durchgetrocknet - und dabei gefühlt auf das 5-fache seines vorherigen Volumens angequollen ist (faszinierendes Zeug) - wurde draußen am Dach der Überschuss wieder abgeschnitten. Um dann noch auf Nummer Sicher zu gehen, hat der Mann den Bereich auch noch mit einem Streifen selbstverschweißender Dachabdichtung beklebt und auch die Fuge zwischen Fassadenplatten und Blech wurde mit Silikon abgedichtet.



Parallel waren auch schon die ersten Handwerker im Gange, um Vorbereitungen für große Veränderungen zu starten. Austoben durften die sich in Flur und Küche, um dort die Heizungen und deren Leitungen zu verlegen.
Im Flur wurde der Heizkörper an die Wand links des Fenster gehängt und auch die Leitungen wurden erneuert und in den Boden geschlitzt.



In der Küche hat sich das Pärchen einen neuen Heizkörper spendiert, der ebenfalls verlegt wurde - nach rechts an die Wand zum Flur hin. So können in der Küche sämtliche bislang sichtbaren Leitungen entfallen. Und auch die Warmwasserleitung, die bislang zur Spüle führte, wurde gekappt, da die neue Spüle einen Durchlauferhitzer erhält.



Dann durften die Handwerker im Wohnzimmer weitermachen. Hier mussten die Heizkörper abgenommen werden, da sich der Putz dahinter gelöst hatte und beim Entfernen der Tapeten mit von der Wand kam.



Ohne Heizkörper lässt sich sowohl der Putz, als auch die Tapete später dann doch einfacher an die Wand bringen.

1 Kommentar:

  1. Ich beobachte weiterhin gespannt eure Schritte. Und sollte ich je mit Silikon arbeiten, merke ich mir den Trick mit dem Spüliwasser!
    *dieses Mal selbstgemachte Holunder-Schorle bereitstell*

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