Freitag, 6. Juni 2014

Nachdem der Schock...

...über das unerwünscht eingetretene Wasser verdaut war, konnte mit dem geplanten Wiederaufbau weitergemacht werden.
Erneut durfte der Zimmermanns-Bruder vorbeischauen und weiter Balken versetzen. Zwei der Balken waren ja schon nach oben gewandert, fehlten also nur noch zwei. Da das Dach dann auch noch eine vernünftige Dämmung erhalten soll, wurden auch dafür im gleichen Schritt die Vorbereitungen getroffen.
Das Versetzen erfolgte wie schon beim letzten Mal - absägen, kürzen, anschrauben. Dann wurden Bohlen (in diesem Fall 2x16cm im Querschnitt), überall dort, wo sie später anderes Holz berühren, mit Mineralwolle belegt und dann von rechts und links gegen den Dachsparren geschraubt. Diese kleine Dämmschicht verhindert, dass unnötig Wärme über die Sparren und Bohlen nach Draußen entweicht.




Um dem Ganzen etwas mehr Stabilität zu verleihen, wurden die Bohlen der linken und rechten Dachhälfte in der Dachspitze, wo sie wieder aufeinander stoßen, mit einem Reststück verbunden (im 1. Bild oben mittig zu erkennen). Dadurch entsteht ein aussteifendes Dreieck, das Windlasten gut entgegenwirken bzw. auffangen und an die Außenwände abgeben kann. Außerdem werden sowohl die Bohlen, als auch die versetzten Balken noch durch Gewindestangen an Ort und Stelle gehalten. Hierfür wird ein Loch mit dem Durchmesser der Gewindestange durch Bohle-Balken-Sparren-Bohle geschraubt, die Stange durchgefädelt, von beiden Seiten mit Unterlegscheibe und Mutter gesichert und der Überstand der Stange dann abgetrennt.

fertig eingefädelte Gewindestange

Der Zimmermanns-Bruder beim Abtrennen der Stange




Als das geschafft war, genoss das junge Paar und alle Helfer erstmal die neue Wirkung des vormals so winzigen Raumes:


Der Mutter der Frau kam dann noch die brilliante Idee, dort ein Dachfenster einzubauen. Also wurde kurzerhand noch das kleine Fenster aus dem Schlafzimmer (hier gut zu sehen) ausgebaut und in dem Durchgang wieder eingebaut.
Das hat den kleinen Raum perfekt gemacht und sorgt durch die Nord-West-Ausrichtung auch zu späteren Tageszeiten für angenehmes, natürliches Licht.

"professionell" gegens Licht fotografiert =)

Als zusätzliche, fleißige Hilfe kam noch der Neffe der Frau vorbei und durfte dann auch gleich den Rasenmäher einweihen. Aus Budget-Gründen wurde erstmal nur in einen normalen, benzingetriebenen Mäher investiert, mit dem der Neffe dann dem schon kniehoch gewachsenen Gras zu Leibe rücken durfte.
Nun sah auch das Grundstück wieder so aus, wie bei zivilisierten Leuten.

1 Kommentar:

  1. Wie sieht es denn inzwischen aus? Ich bin doch so neugierig.

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