Montag, 28. Juli 2014

Als nächstes kümmerte sich...

...das junge Paar um das Wohnzimmer. Zunächst musste wieder eine ebene Wandoberfläche geschaffen werden, da hier ja teilweise beim Entfernen der Tapete der Putz mit abfiel. Da aber weder Mann noch Frau jemals etwas verputz hatten, wurde erstmal der Zimmermanns-Bruder zu Rate gezogen. Der meinte in seiner typisch unbeschwerten Art "Ach, das ist doch ganz einfach." und brachte dann sogar noch passendes Werkzeug mit. An einer Stelle zeigte er dem Paar, wie das funktioniert und dann probierten die Beiden das auch gleich.
Und Tatsache - so schwierig wars wirklich nicht. Man benötigt "nur" ein ruhiges Händchen und viel Geduld. Und das hier ist das Ergebnis des ersten Putz-Versuches:



Nicht perfekt, aber für die Gegebenheiten völlig ausreichend. Aber fangen wir doch am Anfang an. Am einfachsten gehen solche Ausbesserungen mit Gipsputz, da er sich leicht verarbeiten lässt. Bei Feuchträumen muss aber auf Zementüutz zurück gegriffen werden, da Gipsputz feuchtigkeitsanfällig ist. Auch bei den Lehmwänden muss eine Alternative - Kalk- oder Lehmputz - gewählt werden, damit der Lehm weiterhin atmen kann.
Von dem Putz hat sich die Frau dann immer ca. einen halben Maurereimer angemischt und dann mit Hilfe von Glättekelle, Stukkateurkelle und Stukkateurspachtel (von oben nach unten) an die Wand gebracht. Bei solchen Ausbesserungen braucht man nicht zwingend "die richtige Technik", sondern kann einfach nach Gefühlt arbeiten. Die Frau hat zunächst die Hauptmasse mit der Glättekelle an die Wand gedrückt und dann mit Stukkateurkelle/-spachtel glatgestrichen. Dabei wurde immer etwas Putz auf der Glättekelle zwischen geparkt für - kleine Ausbesserungen. Nach einer Wele hat man sich dann eine Technik erarbeitet, die für einen selbst gut funktioniert. Und nach etlichen Eimern Putz ist dann auch die Wand endlich wieder durchgehend glatt.



Zur besseren Haftung hat der Mann voher noch eine Grundierung aufgetragen. Und als alles fertig war musste der Putz erstmal trocknen. Das dauert je nach Dicke ca. 1-2 Wochen. Diese Zeit sollte auch wirklich gewartet werden, um Schimmelbildung vorzubeugen.
Diese Trocknungszeit hat der Mann genutzt, um mit Hilfe des Neffen eine weitere Trockenbauwand aufzustellen. Die Wand zum Flur hin ist durch den undichten Schornstein auch feucht geworden und dank des Zementputzes konnte diese Feuchtigkeit nicht abgegeben werden. Der alte Putz wurde deswegen schon vor einer Weile vom Neffen abgeschlagen und gab dieses Bild preis:



Kein Fachwerk. Das machte die Konstruktion der Trockenbauwand etwas schwieriger, da nun mit Dübeln gearbeitet werden musste, die nicht immer auf Anhieb in dem Lehm halten wollten. Aber auch das wurde geschafft.



Als letzte Vorbereitung für den Bodenbelag mussten alle Flusen des PVCs - der leider vollflächig verklebt war - mit einem Spachtel abgeschabt werden. Das übernahm wieder die Frau und spätestens nach dem dritten Nachmittag auf dem Boden rumkrauchen und Flusen abschaben stand fest, dass das junge Paar weder Teppich noch PVC in diesem Haus vollflächig verkleben würde. Das ergibt für spätere Renovierungen einfach zu viel Arbeit. Nötig war das Abschaben aber leider, um für das spätere Laminat einen möglichst ebenen Untergrund zu schaffen.

Wände mit aufgebrachten Tapetengrund
abgeschabte PVC-Flusen

Danach wurde der Boden noch von seinem Baustaub entfernt - und das war auch echt nötig:



Kommentare:

  1. Ihr kommt richtig gut voran. Gerade hab ich zwar nicht passend zum Post aber es hat mich an eure Dachschrägen erinnert

    http://www.ikeahackers.net/2014/07/under-eaves-storage-tarva-hack.html

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  2. Wow ist dfas viel Arbeit. Toll, dass ihr so gut voran komment. Ich freue mich schon auf das Ergebnis!

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