Donnerstag, 17. Juli 2014

Da der Einzugstermin...


...so langsam doch in greifbare Nähe rückte, konzentrierte sich das junge Paar nun auf die Fertigstellung der drei wichtigsten Räume - Schlafzimmer, Wohnzimmer und Küche/Esszimmer.
Wir bleiben auch erstmal im Schlafzimmer, denn ein schöner, gemütlicher Raum zum Erhohlen von dem Renovierungsstress war dem jungen Paar sehr wichtig. Als Erstes wurde sich um den Fußboden gekümmert, denn der Bereich der ehemaligen Abstellkammer lag tiefer, als der Dielenboden des Schlafzimmers. Das ist hier ganz gut zu erkennen:



Dadurch dass die alte Dachverkleidung aus Dämmung und Folie schon sehr marode war und durch einen schief liegenden Dachziegel beständig kleine Mengen Wasser eingedrungen waren, hatten auch die Bodenplatten Schaden genommen und mussten entfernt werden. Dadrunter kam eine nicht mehr wirklich stabile Konstruktion zu tage, deren Grundprinzip sich der Mann dann aber für den neuen Bodenaufbau angeeignet hat:

Hinten: Alt - Vorne: Neu

Die Unebenheiten des Lehmbodens auszugleichen war gar nicht so einfach, aber mit genügend Dachlatten und Resten der Trockenbauwänden wurde alles auf die richtige Höhe und in Waage gebracht.


Fertige Unterkonstruktion

Nun wurde alles noch mit einer Ausgleichschüttung aufgefüllt. Diese dient zum Einen als Schall- und Wäremdämmung und verteilt zum Anderen auch den punktuellen Druck, der beim Gehen entsteht, auf eine größere Fläche.

leider nachts mit Baustrahler fotografiert, aber dafür mit helfendem Neffen

Und dann kamen endlich die Platten oben drauf. Auch hier wurden wieder die Spanplatten mit Nut und Feder genutzt, nur in einer dickeren Stärke (20mm - die Platten der Decke haben 10mm und die der Wände 13mm), um eine höhe Belastung auszuhalten.



Da Der Boden nun endlich fertig war, konnte der Rest der Wandverkleidung angebracht werden. Hier fehlten ja noch die Bereiche unter den Dachschrägen. Die linke Seite war auch recht schnell angebracht (auch wenn es gar nicht so einfach ist, ohne adäquate Hilfsmittel einen Winkel auszumessen) und das Paar konnte sich - wieder mit Hilfe des Neffen - an die andere Seite machen. Leider besteht die Außenwand hier nicht aus Lehmfachwerk sondern Ziegelsteinen. Lehm hat zwar keine wärmedämmende Funktion wie man sie von typischen Dämmstoffen her kennt, speichert Wärme aber ganz hervorragend und hat eine sehr gute Feuchtigkeitsregulierung, wodurch ein ähnlicher Effekt entsteht. Ziegelsteine können das leider nicht, weswegen hier etwas nachgeholfen werden muss.
Wieder wird zunächst eine Unterkonstruktion gebastelt, auf die dann - diesmal waagerecht - die Spanplatten geschraubt werden. So kann der Hohlraum hinter den Platten mit der oben schon erwähnten Schüttung ausgefüllt werden, bis die Wand ganz verkleidet ist.

Unterkonstruktion
fertige Wand, inkl. verspachtelter Fugen




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