Montag, 18. August 2014

So langsam wird es...

...ernst für das junge Paar. Um möglichst keine finanzielle Doppelbelastung zu haben, hat die Frau ihre Wohnung recht zeitnah gekündigt. Und so musste ihr Auszug schon einen Monat, bevor die ersten Räume des Häuschens fertig waren, über die Bühne gebracht werden. Statt also im Haus zu werkeln fuhr die Frau nun immer in ihre Wohnung, packte dort Kisten, füllte Müllsäcke - erstaunlich, was sich alles so in 5 Jahren ansammelt - baute Möbel auseinander und fuhr Autoladung um Autoladung ins neue Heim. Hier füllte sich nach und nach die Garage bzw. das zukünftige Arbeitszimmer. Am Wochenende halfen wieder die Frau-Eltern fleißig mit und auch der kleine Bruder mitsamt Freundin kamen - extra aus Berlin angereist - zum Schleppen. So konnten auch die schweren Geräte verstaut werden. Nur das Nötigste nahm die Frau mit in die Wohnung des Mannes, die nun für einen Monat das gemeinsame Heim des jungen Paares wurde.
Hier mal ein kleiner (!) Einblick in das Garagen-Chaos (schon erstaunlich wie viel Leben in so einen kleinen Raum passt):



Das Kleiner-Bruder-Pärchen blieb dann auch im Haus noch etwas zum Helfen. Die Türrahmen und Türen im Obergeschoss sollten abgeschliffen werden, was aber trotz vorhandenem Excenterschleifer "dank" vieler dicker Lackschichten keine einfache Aufgabe war, einiges an Schleifpapier gefressen hat und nichtmal Ansatzweise an einem Wochenende zu schaffen war. Hier ein kleiner Hinweis des Bruders: Das Schleifgerät nicht dauerhaft an einer Stelle bewegen, sondern in langen Bahnen, damit sich der Lack nicht zu doll erhitzt (wenn das passiert fängt er an, in kleinen Kügelchen das Schleifpapier zu verkleben). Die Frau versuchte es ein paar Tage später auch nochmal mit Abbeitzer, aber das hat den jahrzehnte alten Lack überhaupt nicht interessiert.
Trotzdem kann sich das Ergebnis bislang wirklich sehen lassen:

abgeschliffene Tür
teilweise abgeschliffener Türrahmen

Der graue Lack, der am Türrahmen außen noch zu sehen ist, zierte vorher auch die Tür. Außerdem hat die Frau dann noch mit Hilfe des Neffen den Teppich von der Schwelle gerissen und auch diese abgeschliffen.

aktueller Stand

Währenddessen ging es auch in der Küche weiter. Hier wurde an der Wand, an der zukünftig die Küchenzeile stehen soll, ja schon der Putz entfernt. Die Spüle musste natürlich auch weichen und auch hier wurde der Schwellbalken mit Zementmörtel ausgebessert. Da auch hier die Wand weiterhin atmen muss kam als Verkleidung wieder nur die übliche Spanplatten-Trockenbauwand in Frage.



Da hier ja die Küchenschränke vorstehen werden, mussten die Platten nicht bis zum Boden gehen und lassen so Lehm und Holz viel möglichkeit der Feuchtigkeitsabgabe. Die nötigen Kabel für Herd, Backofen usw. wurden zuvor schon vom Nachbarn (= Elektriker) verlegt - vom Sicherungskasten im Flur beim Treppenaufgang durch den Keller bis in die Küche. In der Trockenbauwand wurden dann die Steckdosen entsprechend des Küchenplanes angebracht.

Verspachtelt und Versteckdost

Die Dosen unten Links sind für Backofen, Mikrowelle und Kochfeld, die Dose oben unter der Decke für die Abzugshaube, unten rechts eine Dose für den Geschirrspüler und dann noch drei Anschlüsse, die über der Arbeitsplatte liegen.
Das an moderne Kunst erinnernde Bleirohr an der rechten Seite wurde auch noch gegen ein modernes Kupferrohr ausgetauscht. So war alles fertig für die Küchenbauer um das gute Stück aufzustellen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen